…zu viel Gekoche….

Juni 22, 2020

Früher gründeten die Menschen Familien, das heißt: Sie vermehrten sich, arbeiteten weiter, ein paar Jahre, bis die Kinder das Erwachsenenalter erreicht hatten. Heutzutage ist es vernünftiger. als Paar in getrennten Wohnungen zu leben. Mindestens bis man 50 oder 60 ist. Wenn der alternde und schmerzgeplagte Körper sich nach Vertrauen sehnt. Nach Beschwichtigung. Wenn das Kochen nach einem TV-Rezept wichtiger ist als jede andere Lust. Die Zunahme an Kochsendungen in den etablierten Fernsehprogrammen spricht dafür. Indes, ich werde darüber keine Zeilen längerer Art verfassen. Der Leserkreis ist zu klein.


7

April 19, 2020

1. Die 7 Sakramente
2. Alle 7 Jahre
3. Buch mit 7 Siegeln
4. Das verflixte 7. Jahr
5. 7 Weltwunder
6. Die Welt wurde in 7 Tagen erschaffen
7. 7 Zwerge
8. 7 Planeten
9. 7 Bitten im Vaterunser
10. 7 Todsünden
11. Mit 7 Monaten kommen die Milchzähne
12. Pack deine 7 Sachen
13. Die vollkommene Zahl im Islam: 7 Himmel.
14- 7 Chakren
15. 7 Töne auf der Tonleiter
16. Die Lyra hat 7 Saiten
17. Die 7 Locken des Gilgamesh
18. 7 Öffnungen im Schädel
19. Der Gott Pan hat 7 Flöten
20. 7 Freie Künste
21. Pharao träumte von 7 fetten und 7 mageren Kühen
22. 7 Tage steigt die babylonische Flut
23. 7 Wochentage
24. 7 Tore hat die Unterwelt


Zeiten der Klarheit

März 27, 2020

Es sind Corona-Zeiten.

Wo schwächst du deine Lösungsintelligenz mit zu vielen Optionen?

Wir überbewerten Form und Dauer und vernachlässigen gelebte Qualität.

Es ist dein Spiel.


Müssen Sie nicht wissen…

Februar 18, 2020

Es gibt einen Dortmund-Fan, der fährt zum Tanken regelmäßig nach Gelsenkirchen und tankt dort haargenau für 19,09 Euro.

BVB 09. Klar.

Klaus heißt er.

Golfschläge für Anfänger: Birdy (-1), Bogey (+1), Eagle (-2).

Die Flagge von Guadeloupe besteht aus waagerechten Streifen.

Es gibt bis zu 20 Sprichwörter, die anfangen mit „Man kann nicht……“

Kostproben?

Man kann nicht mit allen Frauen der Welt schlafen, man muss aber danach streben.

Bekannt ist natürlich: „Man kann nicht alles haben.“

Wer war der Präsident vor Jimmy Carter? Gerald Ford.

Wer entwickelte den Schärfegrad für Gemüse? Wilbur Scoville.

Paprika liegt bei 0 Scoville, Tabasco bei 30.000.

Es gibt mehr als 10 Themse-Übergänge, z.B. Vauxhall und Hammersmith.

Rochefoucauld hatte diverse Maximen: Man ist niemals so glücklich oder unglücklich wie man sich vorkommt.

Das Maskottchen der Fußball-WM in Frankreich (1998) hieß Footix.

Als wir beide 1981 volljährig wurden, gewann Bucks Fizz den Grand Prix mit „Making your mind up“.

Diskuswerfen ist beim Zehnkampf erst am 2. Tag dran.

In der heraldischen Farbsymbolik ist Blau die Beständigkeit.

Die Mason-Dixon-Linie bildet die am südlichsten gelegene Grenze zwischen Pennsylvania und Maryland.

Das Westjordanland ist etwas kleiner als Delaware.

Beleidigungen von Shakespeare: Ihr verdient kein Wort mehr, sonst nennt ich Euch noch Schurke.

Einige Linkshänder: Einstein, Cole Porter, Bob Dylan, Heidi Kabel.

Berühmte Belgier: Helmut Lotti, Eddy Merckx, Jean-C. Van Damme.

Europäische Kulturhauptstadt 1999: Weimar.

Laut dem Diagnostikzentrum Fleetinsel Hamburg sind 58 Prozent der deutschen Manager übergewichtig.

Jede dritte Zigarette, die auf der Welt konsumiert wird, raucht ein Chinese.

In Schweden sind auf die Einwohnerzahl gerechnet mehr Wohnwagen zugelassen als in den Niederlanden.

Panamahüte werden in Ecuador gefertigt.


10. Die Monotonie des Begehrens

Dezember 6, 2019

1. Welches Konzept liegt dem zu Grunde? Gier oder Sinnlosigkeit?

2. Blöd wie Fensterkitt

3. ……wenn im Hirn ein Ermüdungsbruch eintritt

4. Die Aufgabe des Raumes ist es, die Funktion zu unterstützen, die darin stattfinden soll.

5. Lassen wir zu wenig Welt in unser Leben?

6. Wo ist der Wind, wenn er nicht weht?

7. Was ist attraktiv daran, aggressiv zu sein?

8. Ich brauche keinen Rabatt. Ich zahle den Listenpreis.

9. Ich möchte nicht beschränkt sein auf die lebenslange Erfüllung beschränkter Aufgaben

10. Viel Zeit. Gute Laune. Nicht gestresst. Ich will es. Ich kann es. Ja.


Was man durch das Werkstattfenster sehen kann

Oktober 21, 2019

Als Michael sagte, er habe in der Nacht von einer Krähe geträumt, waren wir sicher, dass einer sterben müsse. Michael hatte von allen Nachbarjungen die dicksten Unterarme. Ronald war lang, Gerhard stotterte und Bernhard kam ursprünglich aus Bayern. Die anderen waren deutlich älter und hatten sich von unserer Truppe längst emanzipiert. Michaels Krähe war naturgemäß schwarz. Krähen hatten an der westfälisch-niedersächischen Grenze das Böse gepachtet. Und anderswo wohl gleichermaßen. Krähen wurden im Fernsehen tendenziell im WDR gezeigt. Bisweilen im NDR. Wir hatten nur drei Kanäle. Mein Großvater konnte sich rühmen, im Dorf der erste Mann mit einem Fernseher gewesen zu sein. Eine Auszeichnung gab es dafür nicht, aber viele Nachbarn, die vorbei kamen. Meine Großmutter fand das nicht nur gut. Ich kann mich nicht erinnern, ob sie lange blieben, die Frauen und Männer ohne Fernseher. Es gab sehr wohl Dinge, die mehr als nur einer, als nur mein Großvater anbieten konnte. Kataloge von Versandhäusern. Hier musste kein Mangel beklagt werden. Mein Großvater hatte zwei Vornamen: Walter und einen anderen, den ich mir nicht merken konnte. Vielleicht ein Friedrich oder Gustav. Es war nicht besonders wichtig, niemand rief beide Vornamen. Die meisten riefen auch nicht, sie kamen näher. Näher an die Karosserie heran. Und zeigten auf das Desaster eines Zusammenstoßes. Mit einer Laterne oder einem Wildschwein. Und sie fragten meinen Großvater: „Walter, kriegst du das wieder hin?“ Ein Nein wollten sie nicht hören. Die 70er Jahre waren unterversorgt mit der Neugier auf neue Autos. Man liebte die alten, die meisten in einfachen Farben. Silber oder Anthrazit waren sie selten. Rot oft. Oder Blau. Und einige Nachbarn kauften immer wieder rote Autos. Rolf Heising beispielsweise ließ alle drei Jahre einen roten R4 auf einen R4 folgen. Es war damals noch nicht möglich, das Kennzeichen zu behalten: und so erkannte die Nachbarschaft stets aufs Neue, wenn Heising einen neuen Renault gekauft hatte. Mein Onkel Bob merkte in diesem Momenten an, dass in der Sackgasse, in der ich aufwuchs, die Menschen zu wenig Welt in ihr Leben ließen. Um nicht einer von diesen Menschen mit dem Mangel an Welt zu werden, schickte er bereits vor dem Mittagessen einen Praktikanten in den 700 Meter entfernt beheimateten Edeka, um Jägermeister zu kaufen. Meistens gehörte eine Schachtel Reval ohne in dieses Gespann. Ich hielt diese Vereinbarung meines Onkels mit seinem Leben für normal, wenngleich die Folgen augenfällig stets in die gleiche Richtung liefen. Spätestens am frühen Nachmittag stellte sich die Reparatur eines Vergasers, beispielsweise bei einem B-Kadett, als große Herausforderung da. Dafür war die Menge an Jägermeister und Reval bereits rückläufig. Die Krähen hingegen flogen über das Feld. Nebenan und tief. Und sie suchten nach den Resten der Maisernte. Ohne Nachdruck allerdings. Die Krähen schienen ambitionslos ihr Tagewerk verrichten zu wollen. Eine Gemeinsamkeit mit meinem Onkel, die mir erst später klar wurde. Da hatten Tod und Teufel bereits die Werkstatt ins Visier genommen.


Untaugliche „Nachhaltigkeit“?

Juli 18, 2019

Ist der Begriff der Nachhaltigkeit untauglich geworden? Weil er für alles und alles mögliche verwendet wird? Ich habe hier ganz viele kleine Zettel liegen. Auf denen stehen Botschaften, Inputs, Metaphern. Jede Menge zum Überlegen. In der Regel geht es mir darum, einen Betrachterstandpunkt zu wählen, der außerhalb des Systems liegt. Was wahrscheinlich für 9 von 10 Menschen eine Herausforderung sein dürfte.

Okay, über Dinge zu diskutieren, die niemand veranlassen kann, ist wohl Zeitverschwendung. Wo will ich hin? Das gute Leben ist nicht „smart“. Es kommt mir so vor, als ginge es stärker darum, die vorhandenen Systeme zu nutzen, die Entwicklungen zu nutzen, die 4.o zu nutzen, ohne ständig dieses Gespenst des Wachstums im Blick zu haben.

Die Legosteine sind gut. Sie müssen anders zusammen gebaut werden. Denn: Es geht mir auf den Keks, dass alle Denkmodelle der Arbeit und der Ökonomie dahinter untergeordnet werden.

Warum expandiert der Unsinn chronisch?

Jenny Holzer warnte bereits 1986 (!): Protect me, from what I want.


Wirkungsketten

April 23, 2019

Bewusstsein kann ein biologisches Phänomen sein. Wie kann aus Materie Geist entwachsen? Kurz nach Ostern – Auferstehung hin oder her – ist die Frage natürlich normal. Rein physikalisch lassen sich kaum Punkte finden, die sich als Zentren vor anderen auszeichnen ließen. Warum begreifen sich trotzdem Subjekte aus einer perspektivischen Sicht als Zentrum? Gefasel? Alles Illusion. Es gibt Gedanken, aber keinen Denker. Wer soll dieser Denker sein? Der Besitzer eines Gehirns? Wer ist denn dieser Besitzer, der ja nicht das Gehirn ist? Also quasi Materie ohne Geist als Besitzer von Geist, das wiederum über sich selbst als Ich denkt. Sorry, aber Decartes irrte. Ich denke, also bin ich. Wenn Sie alles, wirklich alles über die Farbe Blau gelernt haben, allerdings in einem abgeschlossenen Raum, in dem es die Farbe Blau nicht gibt, vergrößert dann das Erleben eines blauen Himmels Ihren Wissensstand?

Der Mensch, vom Weibe geboren, lebt kurze Zeit und ist voll Unruhe. Hiob (AT).


Die Antwort ist 42

März 15, 2019

1. Share Knowledge
2. Go for inspiration
3. Die Realität wird überbewertet
4. Wollen wir zu oft woanders sein?
5. Freizeit ist nicht gleich Freiheit
6. Tempo ist kein Synonym für Leben
7. Alles mit einem Anfang und Ende ist vergänglich
8. Wenn Sie mehr Reiz von außen zulassen, verringern Sie den Trieb von innen
9. Wir sollten etwas bieten, nicht verbieten
10. Weniger Banalaktivisten: Simsen, Stylen, Shoppen.
11. Ich muss das nicht
12. Sie kennen die Vergangenheit nur in der Gegenwart
13. Mangelgefühle basieren auf Angst
14. Sei Vorbild
15. Ohne deine Vergangenheit bist du sofort frei.
16. Integrieren statt trennen
17. Gegen das Zwangsabonnement der Wirklichkeit
18. Statusmeldung: Bin denken!
19. Der Feigling stirbt 1000 Tode, der Mutige nur einen
20. Hingabe und Vertrauen
21. Bittet und es wird euch gegeben
22. Welche Erfahrung will ich machen?
23. Ist der Baum an seinen Früchten zu erkennen?
24. Der Tod ist ein Skandal
25. In der Vergangenheit liegt keine Rettung
26. Glauben Sie an die Willensfreiheit? Ich muss, ich habe keine Wahl
27. Suchen Sie Wirkungspausen
28. Der Mensch sorgt für seine eigene Verwirrung
29. Nachher wollen wir noch die Fugen im Aschram abdichten
30. Mein Wort in Ihrem Ohr
31. Ich möchte deinen Eltern begegnen und deinen Hund streicheln
32. Stop Thinking. Start Dreaming
33. Disconfirming evidence
34. Das Gras ist grüner, wo wir es gießen
35. Es ist richtig. Es ist möglich. Ich will es
36. Ihr Bewusstsein ist an den Rändern ausgefranst
37. Im Backstagebereich des Lebens sind viele ungeschminkt
38. Die Speisekarte ist nicht das Essen
39. Für ein Leben voller Vorteile
40. Less is more
41. Niveau.Weshalb.Warum.
42. Das Drama ist nur eine Illusion


Will ich das über mich lesen?

Dezember 6, 2018

Seine Poesie-Einlassungen sind rhetorisch gut: Er spricht mit der Sicherheit von jemandem, der viel nachgedacht hat; mit dem Pathos von jemandem, der tiefe Wahrheiten aufdeckt; mit der Empörung von jemandem, der eine Mission hat. Ich denke. Ja.