Wirkungsketten

April 23, 2019

Bewusstsein kann ein biologisches Phänomen sein. Wie kann aus Materie Geist entwachsen? Kurz nach Ostern – Auferstehung hin oder her – ist die Frage natürlich normal. Rein physikalisch lassen sich kaum Punkte finden, die sich als Zentren vor anderen auszeichnen ließen. Warum begreifen sich trotzdem Subjekte aus einer perspektivischen Sicht als Zentrum? Gefasel? Alles Illusion. Es gibt Gedanken, aber keinen Denker. Wer soll dieser Denker sein? Der Besitzer eines Gehirns? Wer ist denn dieser Besitzer, der ja nicht das Gehirn ist? Also quasi Materie ohne Geist als Besitzer von Geist, das wiederum über sich selbst als Ich denkt. Sorry, aber Decartes irrte. Ich denke, also bin ich. Wenn Sie alles, wirklich alles über die Farbe Blau gelernt haben, allerdings in einem abgeschlossenen Raum, in dem es die Farbe Blau nicht gibt, vergrößert dann das Erleben eines blauen Himmels Ihren Wissensstand?

Der Mensch, vom Weibe geboren, lebt kurze Zeit und ist voll Unruhe. Hiob (AT).

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Die Antwort ist 42

März 15, 2019

1. Share Knowledge
2. Go for inspiration
3. Die Realität wird überbewertet
4. Wollen wir zu oft woanders sein?
5. Freizeit ist nicht gleich Freiheit
6. Tempo ist kein Synonym für Leben
7. Alles mit einem Anfang und Ende ist vergänglich
8. Wenn Sie mehr Reiz von außen zulassen, verringern Sie den Trieb von innen
9. Wir sollten etwas bieten, nicht verbieten
10. Weniger Banalaktivisten: Simsen, Stylen, Shoppen.
11. Ich muss das nicht
12. Sie kennen die Vergangenheit nur in der Gegenwart
13. Mangelgefühle basieren auf Angst
14. Sei Vorbild
15. Ohne deine Vergangenheit bist du sofort frei.
16. Integrieren statt trennen
17. Gegen das Zwangsabonnement der Wirklichkeit
18. Statusmeldung: Bin denken!
19. Der Feigling stirbt 1000 Tode, der Mutige nur einen
20. Hingabe und Vertrauen
21. Bittet und es wird euch gegeben
22. Welche Erfahrung will ich machen?
23. Ist der Baum an seinen Früchten zu erkennen?
24. Der Tod ist ein Skandal
25. In der Vergangenheit liegt keine Rettung
26. Glauben Sie an die Willensfreiheit? Ich muss, ich habe keine Wahl
27. Suchen Sie Wirkungspausen
28. Der Mensch sorgt für seine eigene Verwirrung
29. Nachher wollen wir noch die Fugen im Aschram abdichten
30. Mein Wort in Ihrem Ohr
31. Ich möchte deinen Eltern begegnen und deinen Hund streicheln
32. Stop Thinking. Start Dreaming
33. Disconfirming evidence
34. Das Gras ist grüner, wo wir es gießen
35. Es ist richtig. Es ist möglich. Ich will es
36. Ihr Bewusstsein ist an den Rändern ausgefranst
37. Im Backstagebereich des Lebens sind viele ungeschminkt
38. Die Speisekarte ist nicht das Essen
39. Für ein Leben voller Vorteile
40. Less is more
41. Niveau.Weshalb.Warum.
42. Das Drama ist nur eine Illusion


Will ich das über mich lesen?

Dezember 6, 2018

Seine Poesie-Einlassungen sind rhetorisch gut: Er spricht mit der Sicherheit von jemandem, der viel nachgedacht hat; mit dem Pathos von jemandem, der tiefe Wahrheiten aufdeckt; mit der Empörung von jemandem, der eine Mission hat. Ich denke. Ja.


Voller abgeschliffener Aufbrüche

November 29, 2018

„Hinter Göttingen muss ich eingeschlafen sein.“ Und wie von ungefähr stellt die Geschichte sich ein, mitten in einem wie absichtslosen Räsonieren über Schrebergärten oder Lichtenberg, Nietzsche. Egal, und die Existenz Gottes. Und die Deutschen mit ihren „sauberen unschuldigen Exportweltmeistergesichtern“. Nach und nach entsteht das Porträt eines privilegierten Mannes, der vieles besitzt, vieles gelesen hat, vieles weiß und doch nicht begreifen kann, wozu. Die Komplementärfigur an dieser Stelle könnte das Mädchens sein. Sie besitzt nichts und kann ihm doch genau das geben, was seinem Leben fehlt. Aha. Und dann?


Was wir tun, wenn es an der Haustür klingelt…

Oktober 23, 2018

1. Entweder mache ich mir Sorgen oder was zu essen.
2. Nicht das Erzählte reicht, sondern das Erreichte zählt.
3. Kennst du das? Du willst zu zweit unter einer Decke schlafen. Das Bett ist 1.40 m, die Decke 1,60 m. Und du bist allein.
4. Ich habe die ganze Nacht geträumt, dass ich nicht einschlafen kann.
5. Hat die große Liebe Platz für den Plural?
6. Ich bin mal vom Dreier gesprungen, die beiden Frauen waren „not amused“
7. Wenn du glaubst, das Leben sei ein Kampf, schickt es dir Gegner.
8. Der echte Künstler führt ein Gespräch mit dem Werk, der Hochstapler mit dem Publikum.
9. Das Leben selbst hat keine Replay-Taste.
10. Ein Wunder zeichnet sich dadurch aus, dass es sich über naheliegende Einwände erhebt.
11. Mehr Sog. Weniger Druck.
12. Ich muss los, die Schaukel wird frei.
13. Rotwein erreicht Stellen, da kommt Motivation gar nicht hin.
14. Was Peter über Paul sagt, sagt mehr über Peter als über Paul.
15. Man denkt, seine Frau wäre gekidnappt, dabei war die nur in Fürth.

Zu oben: Die Hose hochziehen und öffnen.


Sinuswelle

April 5, 2018

Ist die Nostalgie eine emotionale Kraft? Ich höre im Radio ein Gespräch mit Karl Bartos, Ex-Schlagzeuger von Kraftwerk. Das Interview ist quasi eine Analogie des Lebens. Großartig natürlich, wie er davon erzählt, wie die Band Mitte der 70er Jahre einfach etwas komponiert habe, um dann abends mit dem Auto durch Düsseldorf-Oberbilk zu fahren, über Kassette die selbst-komponierten Stücke hörend, um sie später wieder zu modifizieren. Alles eine Art von Leben, das heute kaum noch vorkommt. Hat der Computer die Musik eher zerstört oder gefördert? Bringt uns die Technologie ans Ende der Möglichkeiten? Menschheitsgeschichte. Hat uns die Technik (Stichwort Plastik, hervorragender Werkstoff, müllt aber die Welt voll) letztendlich eine wirklich neue Form der Kreativität ermöglicht? Fraglich. Und sieht es in der Kommunikation womöglich genauso aus? Grüße an das Model, 3:39 Minuten.


Fraglich

März 7, 2018

Die Botschaft „Gott ist tot“ hat die Welt bisher ganz gut überlebt. Ob sie die Botschaft „das Geld ist tot“ als Zivilisation überleben würde, stelle ich in Frage. Von den beiden Grundideen gesellschaftlichen Lebens scheint Geld schlechter zu entbehren. Die Kirchen sind leer, die Bankautomaten werden mehr.