Offshorekorrespondent Bürger

März 16, 2010

Manchmal ist das Internet ganz toll. Vor allem, wenn es mir gelingt, sofort eine Information zu finden, die ich nur rudimentär in Erinnerung habe. Seit heute habe ich das Schirrmacher-Buch „Payback“. Es soll uns warnen. Vor den sich verändernden Denkgewohnheiten durch die tägliche Nutzung des Internets. Ist ganz okay. Ich meine, mal das Thema zu besetzen. Ich setze indes auch dagegen, dass sehr viele Menschen Post-It`s nutzen, um nicht mehr selbst zu denken. Sie wollen sich keine Dinge merken, die sich auch auf einen Zettel schreiben lassen. Ist das besser? Ich versuche es wieder stärker mit „merken“ statt notieren. Zurück zum Netz. Vor 17 Jahren ging im Pazifik ein Container mit Plastikentchen, -bibern und -fröschen bei einem Frachtschiff über Bord. Seither reist das Spielzeug durch die Weltmeere – ein prima Anlass für US-Forscher, Meeresströmungen zu erforschen und Vorhersagen zu bestätigen. Seit dem Zeitpunkt des Unfalles am 10. Januar 1992 sind tausende der Entchen an den verschiedenen pazifischen Küsten angeschwemmt worden. Haben Sie eine gefunden? Neulich, auf Sylt oder bei Ihrem Schottland-Urlaub. Kann noch werden…

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Zurückbuchstabieren

März 10, 2010

Mehr deutsche Wörter ins Internet! Download, Get-together, Wellness, Anti-Aging, Service-Point. Und so weiter. Auf Bahnhöfen und Flughäfen ist Deutsch schon eine Randsprache. Das muss nicht sein. Manchmal ist der englische Ausdruck weder genau noch besser. Aktivitäten beispielsweise gibt es gar nicht. Passivitäten als Substantiv auch nicht. Ohne Outfit nicht in den Court. Beim Badminton oder Squash. Ohne Klamotten nicht aufs Spielfeld. Und Educ@tion ist eine Erfindung gedanklich rückständiger Bildungsbürokraten, die modern rüberkommen wollen. Das deutsche Bildungssystem ist indes alles andere als modern. Manches muss zurückbuchstabiert werden, weil es einfach nur lächerlich klingt. Und es ist einfach nicht mehr Inhalt drin, nur weil es Englisch ist.


Bedauerlich ungenau

März 9, 2010

Wer in NRW lebt, weiß wie sich die CDU-Landesregierung in den vergangenen Wochen selbst aus der Fassung gebracht hat. Die SPD hatte wenig Anteil am Umfragetief der CDU. Es schien, als hätten die Sozialdemokraten bessere Chancen, weil die Konservativen sich nicht managen können. Zu den Ritualen in der SPD gehört es aber wohl, sich rechtzeitig selbst ins Abseits zu stellen. Hannelore Kraft hat das durch eine vermeidbare Ungenauigkeit in ihren Vorschlägen zur Arbeitsleistung der Hartz-IV-Empfänger oder der Langzeitarbeitslosen ohne großen Aufwand geschafft. Womit wir beim Thema sind: Warum können so viele bundesdeutsche Politikerinnen und Politiker sich nicht vernünftig organisieren? Weil sie es nicht ausreichend gelernt haben. Politiker ist immer noch ein Job ohne Qualifikationsparameter. Wer in die EU will, um dort Politik zu machen, muss nicht mal Englisch können. Desolates Stellenprofil.