Sein.Tun.Haben.

März 30, 2015

Früher war mehr Lametta. Für viele Menschen ist immer noch mehr Lametta wichtig. Haben.Tun.Sein. Quasi. Andersrum ist auch denkbar: Sein.Tun.Haben. Mehrheiten bombadieren Probleme mit Aktion, Arbeit, Zeit oder Geld. Warum?
Verändere deine innere Haltung. Du isst ja auch ungern vorgekautes Essen. Warum also diese vielen vorgekauten Gedanken aus Ratgebern und alten Konzepten? Denke selbst. Besser noch: Denken und Wissen ist ggf nur der Trostpreis. Stell es einfach mal ein. Verstehen wird überschätzt.

Kampf und Mühe sind angesehen. Sie werden i.d.R. verbal belohnt. „Du schaffst es, hau rein“. Nimm mal den Rückenwind, lass das Geknechte, damit dir jemand sagt, du würdest für deine Mühen belohnt. Vielleicht ist das Gegenteil richtig. Wer es einfach hält im Leben, wird belohnt. Könnte auch sein…

Das Leben könnte eine dramafreie Zone sein, wenn du dein Ego zähmst. Überprüfe deine existierenden Kategorien. Deine psychologischen Konditionierungen. Deine Illusionen. Deinen mentalen Krimskrams, deine Konstrukte. Deine spirituellen Scheinbilder. Hör auf Punkte zu sammeln. Die Realität ist oft genug nur ein Phänomen, quasi die Übersetzungsmaschine deines Gehirns.

Geh aus dem Weg.

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Deutungssysteme

März 10, 2015

Wie gewinne ich Raum für eine aktive Orientierung in diesem Leben? Eine Frage, die immer wieder eine Rolle spielt, wenn Menschen ihr Bewusstsein weiter entwickeln wollen. Als zentrale Orientierungshilfen boomen (z.Z., Stand 2015) Glücks- und Lebensratgeber. Glücksversprechen haben einen Haken: sie sind i.d.R. nur von kurzer Dauer.

Die Frage, ob das eigene Leben ein gutes Leben ist, reicht bis in die Antike zurück. Konkurrenz gibts gratis: zwischen Haltungen (Mäßigung), Tugenden, Neigungen, dem Lustprinzip und der Sinnfrage.

Relgion und Philosophie nehmen sich da nicht viel. Von zentraler Frage scheint die Berücksichtigung von Beziehungen zu sein. Da kommen noch Psychologie und Soziologie hinzu. Noch mehr Konkurrenz im Wunsch, ein eindeutiges Deutungssystem zu finden.

Was ist das gute Leben? Eine Fiktion, eine Norm, ein Ideal? Welche Rolle spielen Ästhetik (immer bessere Dinge, immer schönere Dinge?) und die Natur?

Und: Setzt eine Debatte über das gute Leben möglicherweise das Individuum unter Druck?

Ist das gute Leben am Ende nur eine Ansammlung episodischer Glücksmomente? Oder mehr?!

Mein Fazit: Die Menschen haben eine Kompetenz eingebüßt, sie wissen nicht mehr, was gut ist.