Die Ewigkeit als i

April 6, 2010

Der Mensch und die digitale Unendlichkeit, auf immer und ewig verschmolzen. Kaufe ich mir ein ipad. Frage. Ich weiß es nicht. Ich habe kein iphone, aber einen Mac. Einen ipod. Klar. Die Firma Apple ist inszenierungsmäßig unerreicht. Aber was ist mit dem Content? Kostenlos oder Bezahle? Bisher nimmt der Web-Mensch gern alles mit. Ohne Geld.
Für das iPad-Abo verlangt das Wall Street Journal nicht weniger als 17.29 Dollar im Monat — mehr als für die Printausgabe, und erheblich mehr als für die schon immer kostenpflichtige Web-Edition. Immerhin kriegen Printabonnenten die iPad-Version vorerst noch kostenlos, aber das Beispiel zeigt, dass in den Chefetagen der Konzerne wohl der Realitätssinn durch all die iPad-Begeisterung etwas abhanden gekommen ist.
Irgendwann wird Google Eintritt nehmen. Es ist ein wenig wie mit den ALDI-Anzeigen in den Tageszeitungen. Sie sind beinahe ein unverzichtbares Gut im Print. Manch ein Leser liest nach den Todesanzeigen und der Wetterkarte die ALDI-Anzeige. Und das ist kein Kulturpessimismus. Nennen wir es Realität.